Den Moment hat bestimmt jeder schon mal erlebt: Man bekommt etwas in die Hände, und plötzlich hat man sie vor Augen – die alten Erinnerungen, glasklar wie ein Film. Mit ein paar mehr Pausen als ein Kinofilm, doch so klar, als wär’s gestern gewesen.
Dabei sind es ja schon einige Jahre her. Mal kurz im Kopf überschlagen (das war dann eine dieser Filmpausen): Oberstufe, Werkunterricht – das muss erste oder zweite Oberstufe gewesen sein. Danach war’s Wahlfach, und ich durfte nicht mehr mitmachen, weil ich schon Physik und Chemie hatte.
Aber immerhin: 22–23 Jahre her ist es nun schon – KRASS! Wie die Zeit vergeht!

Cool ist sie aber, die Wanduhr, die ich damals gemacht habe. Messingstäbe versenken, aushöhlen für das Uhrwerk, schräg bohren (für die Aufhängung natürlich). Die Messingteile sind gerade drin … und ja, zeitlos sieht sie aus. Aber das habe ich wohl eher dem Lehrmittel von damals zu verdanken, das wohl auch für eine Ewigkeit gemacht wurde. Oder zumindest haben sich die Leute bestimmt so vorgestellt, dass ganze Generationen diese Uhr bauen sollten.
Nun denn, nun hängt sie in Zürich im Studio am Gleis – passend für die Uhr mit dem roten Sekundenzeiger und das mehr als zwanzig Jahre später.








