Let there be light sound!
Was so alles aus einer «Bier-Idee» entstehen kann… Es war irgendwann Ende letztes Jahr, vor Weihnachten.
Tony fragte mich damals, welchen Lautsprecher er sich kaufen solle, der alte Bluetooth-Speaker gebe den Geist auf. «Ich könnte dir ein paar bauen» war meine überraschende Antwort – irgendwie überraschte ich mich selbst ein wenig damit. Schliesslich hatte ich schon öfters darüber nachgedacht, welche zu bauen, aber ich hatte ja eigentlich keine Ahnung, wie man das anstellt. Ich hatte zwar im Werkunterricht in der Primarschule mal einen Lautsprecher gebaut, das war aber eher so: Autoradio auf Holzbrett schrauben…
Nun denn, ich machte mich ans Lernen, und gut einen Monat später wusste ich viel über Resonanzfrequenz, Bassreflex und Frequenzweichen.



Hörner und Waveguides nicht vergessen – da gibt es eben auch viel darüber zu lernen und unzählige Meinungen, was besser tönt. Irgendwann hatte ich dann die Skizzen ins CAD übernommen und mit der effektiven Planung der Kiste begonnen. Grösse, insbesondere das Volumen, ist entscheidend für den Klang. Die series.red war geboren! (Zumindest virtuell.)
Im Grunde genommen ist ein Lautsprecher-Design reiner Parametrismus: Mathematische Gleichungen bestimmen das Volumen, weitere Formeln die Bassrohre, wieder andere Formeln ergeben eine Kurve für das Design des Horns… Klassischer Parametrismus eben.




Doch man berechnet und plant – schlussendlich muss man es hören. Da war ich dann auch am ungeduldigsten… Denn die Box liess ich von der Schnüriger Schreinerei in Einsiedeln anfertigen (da bin ich zu wenig ausgerüstet, um so schöne Holzboxen herzustellen). Als ich die fertigen Holzboxen dann endlich abholen konnte, habe ich natürlich gleich mit dem Zusammenbau angefangen. Verstärker noch provisorisch angeschlossen, hörte ich sie zum ersten Mal klingen!






Moll doch! Das hört sich ja nicht schlecht an – eigentlich sogar sehr gut! Mit einem riesigen Grinsen im Gesicht machte ich mich dann noch daran, den Verstärker einzubauen, damit es nicht nur gut klingt, sondern auch gut aussieht. Denn wie versprochen sind die Lautsprecher ja für Tony!



Und er mag sie auch! Sehr sogar! Und weil es bei ihm zu Hause so gut klingt tat, kamen dann gleich noch mehr Freunde zum Probehören und Pouletessen, das Tony mitten in der Nacht im Ofen grilliert hatte 😉




Danke, Tony, für die Geduld – es hat sich gelohnt, würde ich meinen.

Natürlich konnte ich nicht nur für Tony so coole Lautsprecher bauen – ich habe mir auch gerne welche für mein Studio gegönnt, schliesslich läuft da auch viel Musik. Darum steht bei mir nun die First Edition:









Technische Daten:
2-Weg Stereo Paar, 4Ω 50W, 35-20’000Hz, Bassreflex.
Verstärker mit 2x50W eingebaut (austauschbar), WiFi, Ethernet, USB (Stick und DAC), Bluetooth, Aux, AirPlay, Spotify Connect, Tidal, Qobuz, TuneIn.
Taster an Lautsprecher, IR-Fernbedienung oder APP Steuerung.
Wunderst dich, wie sie sich anhören? Oder möchtest du dir auch neue Lautsprecher gönnen? Melde dich gerne bei mir oder komm im Studio vorbei und hör sie dir live an!


