Ich muss ja sagen, der “Punkt” begleitet mich schon eine Weile. So ist er auch im Namen studio.tschümperlin und im Logo als Rhomboid vertreten. Und nun kommt (endlich) ein weiterer Punkt hinzu. Endlich, weil es ganze drei Monate gedauert hat, bis ich diesen in der Post hatte.
Doch auch sonst ist jetzt mal ein Punkt erreicht, bei dem ich mich bewusst entschieden habe, offline noch einen Schritt weiterzugehen. Ihr kennt die Story dieses Blogs ja: Social Media sucht ihr bei mir schon länger vergebens.
Man liest und hört ja immer wieder von Leuten, die es versuchen – den digitalen Detox, zurück ins Hier und Jetzt. (Btw.: Ein schönes Buch zum Thema hat Rachele De Caro geschrieben.) So schwer kann das doch nicht sein, oder?

Nach reichlich Ausprobieren, Recherche und nochmal drüber schlafen musste ich feststellen, dass es leider fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, auf ein Smartphone zu verzichten – insbesondere im geschäftlichen Bezug. Das moderne Telefon bietet einem ja doch so allerhand schöne und angenehme Erleichterungen: sei es beim Bezahlen an der Kasse, ohne vorher zum Bancomaten zu laufen, oder einfach in den Zug einsteigen und mit einem “Swipe” das Ticket lösen – vor allem ohne den Doktortitel machen zu müssen, welcher Tarifverbund und welche Strecke gerade befahren wird.
Aber eben, da sind auch die anderen Seiten: sei es die datenhungrigen Apps wie WhatsApp (welches übrigens leider auch von Baustellenkoordination oder Projektabgleichen nicht mehr wegzudenken ist) oder das ständige Ins-Bildschirm-Starren, nur um zum fünfzigsten Mal die gleichen traurigen Nachrichten aus der Welt zu sehen.
Well, man kann sich entweder darüber aufregen oder etwas dagegen unternehmen. Und genau das wird’s nun: ein zweites Telefon, ein Wochenend-Telefon, ein Detox-Phone, ein Dumb-Phone – oder wie auch immer wir es nennen sollen.
Probieren geht über Studieren. Punkt.
PS: Es gäbe ja auch noch andere und vor allem günstigere Telefone. Aber wir wissen ja alle, was gerade über dem Teich los ist. Da schadet es ja nicht, eine Schweizer Techfirma aus dem Tessin zu unterstützen. Und ganz nebenbei hat es auch ein fantastisches Design – drum hat’s das Gerät, entworfen von Jasper Morrison ja auch ins MoMA geschafft.
PS 2: Wenn ihr die Wochenend-Nummer haben möchtet, um mit mir mal ganz oldschool zu telefonieren oder eine SMS zu schreiben, meldet euch einfach bei mir! Sonst gilt ab jetzt: Dieses “Smartphone” ist nur zu Bürozeiten besetzt.
PS 3: Hatte schon lange kein so aufregendes Unboxing mehr – fühlte sich ein bisschen an wie ein Gerät aus einem Paralleluniversum.







