Well, well – Beef Wellington… oder Filet Wellington, wie wir hier in der Schweiz sagen würden. Das stand schon fest, als es hiess: „Fin’s Eltern kommen zu Weihnachten wieder mal in die Schweiz.“ Und weil es so viel Spass gemacht hat, es zuzubereiten, gibt’s hier mal wieder ein Rezept – der guten alten Foodblog-Zeiten wegen 😉
Ich muss zugeben: Das Rindsfilet organisieren habe ich outgesourct. Meine Mutter meinte am Telefon: „Ich muss eh noch zum Metzger“ – und brachte mir dann ein fast 2 kg schweres Filet mit. Leider habe ich kein Bild vom ganzen Stück gemacht… Aber so sieht es auseinander geschnitten und angebraten aus.:

Das war dann auch der erste Schritt. Mein Plan war, das Filet so auseinanderzuschneiden, dass ich zwei Stücke mit durchgängiger Dicke bekam, um die Gartemperatur besser kontrollieren zu können. Nach dem Anbraten stellte ich das Fleisch erst mal auf den kühlen Balkon – der Kühlschrank war nämlich randvoll.
Um das Fleisch kommt ja noch etwas: die Duxelles. Ich schätzte, das ich zwei Packungen frische Champignons à 250 g (also 500 g) brauchen werde, aber im Nachhinein hätte es auch noch eine dritte vertragen… Naja, die Pilze und eine Zwiebel fein hacken. Die Champignons in der Bratpfanne so lange dünsten, bis fast alle Flüssigkeit verdunstet ist. Etwas Butter und die Zwiebeln dazugeben und mitdünsten. Zum Würzen habe ich gehackten Thymian und Petersilie hinzugefügt.




Dann Klarsicht-Folie ausrollen, mit Rohsckinken belegen, Darauf die Duxelles – Alles schön ums Filet rollen und wieder zurück auf den Balkon damit.

A übrigens bevor ich es vergesse, nach dem anbraten des Fleisches, hab ich den Satz gleich für die Sauce vorberietet, gehakte zwiebeln rein, etwas angedünstet mit Rotwein abgelöscht und dann mit rindsboillon aufgegossen. Thymian Zweig, zwei Lorbeerblätter und ein paar Gewürznelken (Nägäli wie eir hier sagen) und das ganze etwas einkochen lassen. duch ein sieb laufen lasse und als basis für später bei seite gestellt.

Tricky part ist nun, den Blätterteig so auszurollen bzw. zusammenzusetzen, dass er rund um das Filet reicht. Für zwei Filets habe ich drei Teigplatten gebraucht. Die Folie von der Fleischverpackung nehmen und auf den Blätterteig legen.

irgendwie hats gepasst, und ich hatte noch etwas Blätterteig übrig, den ich zu Streifen ausrollte und obendrauf legte.
Den Ofen hatte ich schon mal auf 200 °C vorgeheizt. Aber wie lange sollen die Dinger eigentlich drin bleiben? Google war da nicht besonders hilfreich – jedes Rezept hatte eine andere Kerntemperatur. Also vertraute ich einfach Meta Hildebrandt. Sie schlägt 46 °C vor, dann das Fleisch aus dem Ofen nehmen und zugedeckt ruhen lassen. Beim Ruhen steigt die Temperatur noch auf rund 58–60 °C – und genau so wars dann auch. Ich hatte zwei Thermometer zur Verfügung: eins vom Ofen und eins mit App. So konnte ich das kleinere Filet schon etwas früher rausnehmen.
Nach dem Ruhen kam dann die grosse Wahrheit: der Anschnitt – während neun neugierige Blicke vom Tisch her zuschauten.


und wie von Zauberhand auf den Punkt gegart – Thermometer sind die beste Erfindung, haha! 🎯🔥

Dazu gabs übrigens „Pigs in Blankets“, Broccoli, Rüebli, „roast potatoes“ – und Röselichol mit Speck. Ein perfektes Weihnachtsmenü!






Zum Dessert dann noch Fins berühmte Pavlova!!!


